Ähnlich wie "Mensch-ärgere-dich-nicht" ist Backgammon in erster Linie ein Rennspiel: Derjenige Spieler der zuerst alle 15 Spielsteine ausgespielt hat, gewinnt die Partie. Dieser Aspekt muss immer im Auge behalten werden, - er ist ein wichtiges Kriterium bei der Beurteilung der Frage, ob eine Verdopplung gemacht und ob diese abgelehnt oder angenommen wird.
Weiß ist im Rennen ca. 21 Augen (Pips) im Vorteil.
Die Frage ob einer der Speler im Rennen vorn oder hinten lliegt, orientiert sich an der Anzahl der Pips, die der jeweilige Spieler noch benötigt, alle seine Steine auszuspielen. Je nachdem, wieviele Möglichkeiten noch bestehen, dass ein oder mehrere Steine des im Rennen führende Spieler noch geschlagen werden könnte, spricht man von viel, wenig oder keinem <Kontakt>.
In dieser Partie besteht noch einiges an Kontakt, die Möglichkeit, dass Weiß einen Schuss wird lassen müssen, ist aber gering, weil Rot den Kontakt über die Punkte W5 bis W1 aufgegeben hat, was Weiß die Möglichkeit verschafft, ungünstige Würfe in diesen Bereich zu ziehen.
Beim Computer-Backgammon wird die Anzahl der Pips mittels eines Zählwerkes angezeigt, das im vorliegenden Beispiel 143 : 130 anzeigt. Bei der Kalkulation muss berücksichtigt werden, welcher Spieler am Wurf ist. Dieser Vorteil wird "Anwurf" genannt und mit durchschnittlich 7.5 Pips kalkuliert.
Weiß liegt dem gemäß eta 15 Prozent vorn, genug für ein erstes Doppel. es besteht wenig Aussicht für Weiß, diese Partie Gammon zu gewinnen. Rot hat wenig Chancen, einen Schuss zu bekommen, deshalb: Pass für Rot.
