Manisch-Depressiv-Disponierte sollten sich nicht zu oft mit Verschwörungstheorien beschäftigen.
Verschwörungstheorien können Menschen entweder dazu bringen, die Welt retten zu wollen und bei dem Versuch in eine krankhafte Phase von Manie zu geraten oder depressiv zu werden. Hier folgt ein Artikel, der es auf den Punkt bringt. Lesen Sie bitte meinen anschließenden Kommentar.
Verschwörungstheorien sind eine feine Sache. Man kann sich wunderbar mit ihnen beschäftigen und mit etwas Fleiß findet man auch ständig neue Beweise die sie
untermauern. Man kann mit ihnen viel Zeit verbringen und sich richtig glücklich machen, dadurch dass man sich ständig selbst beweist. Ein erfülltes Leben.
Selbstverständlich gibt es Verschwörungen, Verabredungen zu Verbrechen, Mord und Massenmord. Aber manches ergibt sich auch ganz einfach so. Grippe ist für die Pharmaindustrie ein gutes Geschäft.
Das gilt für alle. Deshalb müssen die Vorstände der Pharmaindustrie auch nicht zusammen sitzen um zu beschließen, die jährlich große Kampagne gegen die Grippe zu beschließen. Das ergibt sich
automatisch.
Sie müssen auch die Medien nicht kaufen. Die wissen eh, was sie an der Pharmawerbung haben. 20.000 Tote brachte die ganz normale Grippe 2002 in Deutschland. Heute sind 9 Tote bei der
Schweinegrippe schon eine riesige Schlagzeile in allen Medien. Ist das Verschwörung? Nein das ist Geschäft. Sogar ein sehr gutes Geschäft. Auch für die Medien. Sie haben ein Thema bei dem sie
nichts falsch machen können.
Die Medien müssen sich auch dafür nicht verschwören. Die kommerziellen Medien brauchen Werbung und werden also immer denen beipflichten von denen sie die Werbeeinnahmen bekommen. Meist sogar mit
vorauseilendem Gehorsam, weil der am meisten Werbung bekommt, der das Haupt am tiefsten beugt. Die in den öffentlich rechtlichen müssen sich auch nicht verschwören. Sie müssen den Politikern zu
Diensten sein, die sich ihrerseits wieder ganz individuell an das Kapital verkauft haben.
Das ungezügelte Kapital hat nur ein Interesse - noch mehr Kapital anhäufen. Dabei gibt es keine Freunde, bestenfalls kurzfristige Verbündete, denen man aber bei der ersten besten Gelegenheit dann
gerne das Messer ins Kreuz stößt. Natürlich tauchen einige Namen schon seit fast 100 Jahren immer wieder auf. Besonderes Augenmerk finden dabei immer die Namen Rothschild und Rockefeller.
Natürlich gibt es auch viele andere.
Die Rothschilds hatten vor allem zwei Gründe weshalb sie sich so lange und bis heute halten konnten. Sie heirateten in der Frühzeit ihrer Geschichte genau wie der Adel in der engsten
Verwandschaft um das Geld beieinander zu halten und waren als bekennende Juden, ständig äußerem Druck ausgesetzt. Auch die Rockefellers dachten und handeten dynastisch.
Für alles alte große Geld aber gilt, dass es immer versuchte die Vermögen durch Heirat zu konsolidieren und zu akkumulieren. Dazu kamen häufig Erbschaftsregeln, die das Geld und die Macht im
wesentlichen auf den Erstgeborenen konzentrierten. Für alle derartigen Familien aber gilt, dass sie zwar immer kurzfristige Allianzen eingingen um gemeinsame Ziele zu erreichen, sich dann aber
auch sehr schnell wieder trennten und bekämpften. Beim Geld hört eben die Freundschaft zumeist auf.
An dieser Stelle erfolgt dann meist der Hinweis auf die Bilderberger oder das Weltwirtschaftsforum in Davos. An dieser Stelle muss man dann einfach bemerken, dass 2007 Guido Westerwelle Gast bei
den Bilderbergern war. Wer Humor hat, kann sich deutlich vorstellen wie Guido da mit Henry Kissinger, David Rockefeller und Zbigniev Brzezinski im trauten Kreis am Kamin bespricht, wie sie
gemeinsam die Welt lenken.
Guidos hervorragendes Englisch machte ihn da sicher zu einem hochinteressanten Gesprächspartner. Natürlich kauft großes Geld die Politik. Aber warum sollte jemand Guido kaufen? Der macht seine
Gehorsamsübungen doch umsonst. Übrigen müsste es Spaß machen mal Kissinger und Brzezinski aufeinander los zu lassen. Die vertreten in sehr wesentlichen Punkten nämlich sehr gegensätzliche
Ansichten, was auch aus der unterschiedlichen Interessenlage kommt.
Die Bilderberger als geheime Weltregierung, als Kreatoren der neuen Weltordnung. Wohl eher nicht. Natürlich wären sie das gerne, genau wie Bayer-Chef Werner Wenning in Davos die
Weltwirtschaftskrise beenden wollte. Sie möchten es gerne, aber sie können es nicht. Oh ja, Wenning ist sich mit Monsanto einig, dass er zum Nutzen von Bayer und sich selbst die Welt und die
Menschheit mit gentechnisch veränderten Pflanzen zerstören will. Da ist er sich mit seinen Kollegen bei Monsanto einig. Allerdings wollen die, den Nutzen nur für sich und Monsanto.
Bayer und Monsanto würden sich sofort an die Kehle gehen, wenn sie es könnten. Da sie es im Moment nicht können, arbeiten sie vereint daran möglichst viel Gendreck auf die Felder zu bringen um
dies unumkehrbar zu machen. Beide Firmen sind gleichermaßen Feinde der Menschen, aber das macht sie nicht zu Freunden. Sie bilden Zweckgemeinschaften um gleiche Ziele durchzusetzen. Mehr
nicht.
Aber selbst wenn es eine geplante NWO geben sollte, die mehr als der geistige Durchfall einiger gekaufter oder religiös verwirrter Volkswirte ist, würde sie nicht funktionieren. Es gibt immer den
einen, der nicht dicht hält, der "Herr Lehrer, ich weiß was!" schreit. Denjenigen der das Wasser nicht halten kann. Spätestens dann wenn einer von denen nicht mehr dazugehört, weil sie ihn
ausgegrenzt haben beginnt er zu reden, noch schlimmer sind die, die bevor sie sterben noch ihr Gewissen erleichtern müssen, dass sie erst dann entdecken. Wenn das nicht passiert dann werden
einfach ihre Tagebücher von den Erben veröffentlicht.
Verschwörungen in kleinstem Kreis sind schon schwierig geheim zu halten. In großen Kreisen mit mehr als Hundert Leuten sind sie unmöglich. Das heißt nicht, dass es sie nicht gibt. 9/11 ist solch
ein Thema. Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass es so abgelaufen ist, wie es offiziell verkauft wird. Die Vermutung liegt nahe, dass 9/11 von Amerikanern selbst inszeniert wurde. Nun gibt es
zwei Möglichkeiten. Man kann versuchen den Beweis anzutreten, dass es Amerikaner waren und sich damit für den Rest seines Lebens beschäftigen.
Man kann aber auch ganz klar sagen, dass man der offiziellen Meinung nicht traut und unter Freunden mal zum Spaß eigene Theorien zum Besten geben und ansonsten sich nicht verwirren und ablenken
lassen. 9/11, Bilderberger, Vogel- oder Schweinegrippe dienen wie die angebliche Opelrettung natürlich auch immer anderen Zielen. Aber es macht keinen Sinn eine Verschwörung daraus zu
machen.
Der bayrische Ministerpräsident Seehofer musste sich nicht verschwören um den Quelle Katalog zu bezahlen. Der brauchte nur die Anzahl der Wähler hochzurechnen und was es pro Stimme den
Steuerzahler kosten würde. Merkel und Steinmeier wollten Opel vor der Wahl in trockenen Tüchern haben. Ganz ohne Verschwörung und was dann hinterher dabei herauskommen würde, störte beide nicht,
weil sie nur an die nächste Wahl denken, wie Manager nur an den Boni und den nächsten Quartalsbericht denken.
Wer in größeren Zeiträumen denkt, kommt logischerweise zu anderen Ergebnissen als Politiker oder Manager. Deshalb ist es das wichtigste Ziel der herrschenden Klasse die Menschen vom Nachdenken
abzuhalten. Aus diesem Grunde werden auch viele Verschwörungstheorien von den Herrschenden selbst aufgebracht oder durch Scheinfakten unterstützt. Was wie eine unvorsichtige Aussage aussieht,
kann einem Plan folgen, dessen Ziel es ist die Menschen zu beschäftigen und abzulenken.
Im Informationszeitalter und an den Ufern des Internets fällt es schwer, sich nicht ablenken zu lassen. Aber genau darin besteht die Kunst. Es ist egal wie 9/11 gedreht wurde, solange man die
offizielle Version nicht glaubt. Das gleiche gilt für die Blondierungsbomber aus dem Sauerland.
Quelle: http://www.duckhome.de/tb/archives/7426-NWO-und-anderer-Verschwoerungsunsinn.html
Kommentar:
Ich stimme diesem Artikel im Wesentlichen zu. Egal, wie wir uns drehen und wenden: Wir können es nicht ändern. Die wesentliche Aussage für manisch-depressiv disponierte Menschen ist die, dass es der Welt nichts nutzt, wenn sie sich über den Versuch, die Welt zu verbessern, in eine krankhafte Phase von Manie katapultieren. Ebensowenig nutzt es, über Kenntnis der Tatsache depressiv zu werden, dass dumme Menschen dabei sind, ihrer Profitgier wegen die Lebensgrundlage der Menschen unumkehrbar zu zerstören.
Die gute Nachricht ist, dass das alles gar nicht wahr ist. Siehe den Artikel, den ich bei XING in der Rubrik "Über mich" geschrieben habe.
https://www.xing.com/app/profile?op=aboutme;name=Wolfgang_Baitz2

